RechnungsFee

Unternehmen einrichten

Erreichbar über Einstellungen → Unternehmen in der Seitenleiste.


Stammdaten

Feld Hinweis
Firmenname / Vor- und Nachname Erscheint auf Rechnungen und im Briefkopf
Adresse Straße, PLZ, Ort
Steuernummer Format je Finanzamt (z. B. 12/345/67890)
USt-ID Nur wenn vorhanden (z. B. DE123456789)
E-Mail, Telefon Optional, erscheint im Rechnungs-Footer
Berufsbezeichnung Optional (z. B. „Grafikdesignerin“) – erscheint auf Rechnungen; für Anlage S Z. 4 relevant
Bezeichnung des Gewerbes Nur bei Tätigkeitsart Gewerblich oder Gemischt – z. B. „Tischlerei“, „Buchhandlung“; wird in Anlage G Z. 4 übernommen

§19 UStG – Kleinunternehmer

Checkbox „Kleinunternehmer §19 UStG“ aktivieren wenn der Jahresumsatz unter dem Freibetrag liegt.

Effekt:

  • Das Steuersatz-Feld auf dem eigenen Verkauf wird komplett ausgeblendet, intern wird mit 0% gerechnet
  • Auf Rechnungen erscheint der gesetzliche Hinweis „Gemäß §19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet“
  • Keine USt-Zeilen in der Summenberechnung
  • Ausnahme: der Einkaufspreis bei Artikel/Fremdleistung in den Artikel-Stammdaten – dort bleibt ein echtes Steuersatz-Feld für den Lieferanten-Satz sichtbar, da der Lieferant unabhängig vom eigenen §19-Status normal USt berechnet

GuV-Auswertung (§ 141 AO Buchführungspflicht)

Tab Steuer & Recht → Checkbox „GuV-Auswertung aktivieren“.

Einzelgewerbetreibende sind nach § 141 AO zur doppelten Buchführung (GuV) verpflichtet, sobald sie folgende Grenzen überschreiten:

Grenze Schwellenwert
Netto-Jahresumsatz > 800.000 €
Jahresgewinn (EÜR) > 80.000 €

RechnungsFee prüft diese Werte automatisch und aktiviert die GuV-Auswertung selbsttätig, wenn die Grenzen überschritten sind (nur bei Tätigkeitsart Gewerblich oder Gemischt). Im Dashboard erscheint ab 80 % der Grenzwerte eine Fortschrittsbalken-Warnung.

Freiberufler sind von § 141 AO ausgenommen – die Checkbox ist dennoch manuell setzbar, falls du die GuV-Ansicht nutzen möchtest.

→ Mehr zur Berechnung und den angezeigten Positionen: Auswertungen → GuV


Abweichendes Wirtschaftsjahr

Tab Steuer & Recht → Checkbox „Abweichendes Wirtschaftsjahr“.

Für die meisten Betriebe unnötig – standardmäßig aus, ohne Aktivierung rechnet RechnungsFee wie gewohnt mit dem Kalenderjahr (01.01.–31.12.). Relevant nur, wenn dein Wirtschaftsjahr nicht dem Kalenderjahr entspricht, z. B. bei landwirtschaftlichen Betrieben (§4a Abs. 1 Nr. 1 EStG: 01.07.–30.06.).

Aktiviert erscheint ein Auswahlfeld „Beginn Wirtschaftsjahr“ (Monat). Danach rechnen EÜR, Anlage S, Anlage G und die GuV über den verschobenen Zeitraum statt über das Kalenderjahr, und die Jahresauswahl zeigt dort „2025/2026“ statt nur „2025“.

Jahres-USt bleibt Kalenderjahr: §18 UStG kennt kein abweichendes Wirtschaftsjahr – die Umsatzsteuererklärung läuft immer nach Kalenderjahr, unabhängig von dieser Einstellung.

Bekannte Einschränkung: Die AfA-Zuordnung im Anlagenverzeichnis (Anlage AVEÜR) ist weiterhin kalenderjahrbasiert. Die Gesamtabschreibung über die Nutzungsdauer eines Wirtschaftsguts ist davon nicht betroffen, nur die Zuordnung zu „Jahr X“ kann bei abweichendem Wirtschaftsjahr um einige Monate danebenliegen.

Wieder deaktivieren: Die Einstellung lässt sich jederzeit zurücknehmen (z. B. bei einem tatsächlichen Wechsel des Wirtschaftsjahres nach §4a EStG) – RechnungsFee fragt vorher aber ausdrücklich nach, weil die Auswertungen den Zeitraum live berechnen statt ihn dauerhaft zu speichern. Nach dem Deaktivieren rechnen EÜR, Anlage S, Anlage G und GuV für jede Jahreszahl wieder mit dem Kalenderjahr – auch rückwirkend für Jahre, die du unter dem abweichenden Wirtschaftsjahr bereits angesehen oder als PDF exportiert hattest. Bereits erzeugte PDF-Dateien selbst bleiben davon unberührt, nur ein erneuter Aufruf derselben Jahreszahl in der App zeigt danach andere Werte.

→ Mehr zur Jahresauswahl in den Auswertungen: Auswertungen → EÜR


Bankverbindung & Giro-Code

Feld Hinweis
IBAN Pflicht für Zahlungshinweis auf der Rechnung
BIC Optional, empfohlen für internationale Überweisungen
Bank Name der Bank (erscheint auf Rechnung)
Giro-Code aktiv QR-Code auf Ausgangsrechnungen einblenden

Mit aktivem Giro-Code erscheint auf offenen Ausgangsrechnungen ein EPC-QR-Code (GiroCode). Wenn Skonto gesetzt ist, werden automatisch zwei QR-Codes nebeneinander gedruckt – links der Skonto-Betrag mit Frist, rechts der Vollbetrag.


Standard-Zahlungsziel & Skonto

Feld Bedeutung
Standard-Zahlungsziel Tage bis Fälligkeit (Vorgabe für neue Rechnungen, z. B. 14)
Standard-Skonto % Rabatt bei frühzeitiger Zahlung, z. B. 2 für 2%
Standard-Skonto-Frist Tage ab Rechnungsdatum, innerhalb derer Skonto gilt, z. B. 7

Diese Werte werden als Vorschlag in neue Rechnungen übernommen. Pro Kunde und pro Rechnung überschreibbar (→ Stammdaten: Kunden / Rechnungen).


PDF-Vorlage

Vorlage Design
Vorlage 0 (Standard) DIN 5008, grau, klassisches Layout
Vorlage 1 Grün, mit Datum-Spalte, Bezahldaten-Block

Bild hochladen (PNG, JPEG, WEBP oder SVG, max. 2 MB). Erscheint oben links auf der Rechnung.

SVG-Logos werden beim Hochladen automatisch in ein hochauflösendes PNG (300 DPI) umgewandelt – Gradienten, Transparenz und komplexe Vektorgrafiken werden dabei korrekt dargestellt.


Digitale Unterschrift

Einmal hinterlegen – erscheint dann automatisch auf Ausgangsrechnungen.

„Unterschrift auf Rechnungen anzeigen“ aktivieren, damit sie auf PDF-Rechnungen unterhalb der Notizen erscheint.

Unterschrift hinterlegen

Zwei Möglichkeiten:

✏️ Zeichnen – direkt im Browser mit Maus, Trackpad oder Touchscreen. Die Zeichenfläche ist groß genug für eine echte Unterschrift.

📁 Datei hochladen – JPG, PNG oder WebP hochladen, z.B. eine eingescannte Unterschrift. Klick auf die gestrichelte Zone öffnet den Datei-Dialog, eine Vorschau erscheint sofort.

Unterschrift sichern

Der ⬇ Speichern-Button lädt die hinterlegte Unterschrift als unterschrift.png herunter. Sinnvoll als Backup – bei einer Neuinstallation auf einem anderen Rechner einfach über den Upload-Tab wieder einspielen.

Entfernen

„Entfernen“ löscht die Unterschrift aus der Datenbank. Sie erscheint dann nicht mehr auf neuen Rechnungen.


Lieferscheine aktivieren

Checkbox „Lieferscheine aktivieren“ einschalten, um den Lieferschein-Workflow freizuschalten.

Effekt nach dem Speichern:

  • Tab „Lieferscheine“ erscheint im Rechnungsbereich
  • Nummernkreis LS-YY#### wird automatisch angelegt
  • Beim Erstellen eines Lieferscheins können Lieferadressen aus dem Kundenstamm gewählt werden

Lieferscheine können jederzeit wieder deaktiviert werden – bestehende Lieferscheine bleiben erhalten.

→ Mehr zur Arbeit mit Lieferscheinen: Rechnungen → Lieferscheine


Wiederkehrende Rechnungen

Checkbox „Wiederkehrende Rechnungen aktivieren“ einschalten, um Vorlagen für regelmäßige Leistungen zu verwenden.

Effekt nach dem Speichern:

  • Menüpunkt „Wiederkehrend“ erscheint in der Seitenleiste
  • Beim App-Start werden fällige Vorlagen automatisch als Entwurf angelegt

Vorlagen können jederzeit deaktiviert werden – bestehende Rechnungsentwürfe bleiben erhalten.

→ Mehr zur Einrichtung und Nutzung: Wiederkehrende Rechnungen


Bank CSV-Import

Checkbox „Bank CSV-Import aktivieren“ einschalten (Tab Funktionen), um Kontoauszüge als CSV-Datei zu importieren.

Effekt nach dem Speichern:

  • Menüpunkt „Bank-Import“ erscheint in der Seitenleiste unter Buchhaltung
  • Unterstützte Banken: Sparkasse (MT940/CAMT), DKB, ING, Volksbank, Commerzbank, PayPal

→ Mehr zum Import-Workflow: Bank CSV-Import


Buchungsanzeige

Unter Funktionen → Buchungsanzeige kannst du festlegen ob beim Buchen die SKR-Kontonummer hinter der Kategorie-Bezeichnung angezeigt wird.

Option Beispiel
Nur Bezeichnung (Standard) Büromaterial
Bezeichnung + SKR03 Büromaterial [4930]
Bezeichnung + SKR04 Büromaterial [6815]

Die Einstellung gilt sofort – ohne Speichern-Button – und wirkt in:

  • Journal → Buchung erstellen
  • Zahlungsdialog (Rechnungen)
  • Rechnungsformular (Eingangsrechnungs-Positionen)

Die Einstellung ist lokal gespeichert (pro Browser/Gerät) und beeinflusst keine Buchungsdaten.

→ Mehr zu SKR-Kontonummern: Kategorien → Kontonummer in Buchungsformularen


E-Mail-Versand

Unter dem Tab E-Mail in den Unternehmenseinstellungen konfigurierst du den Direktversand aus RechnungsFee.

SMTP einrichten

Aktiviere den Toggle „SMTP-Versand aktivieren“ und fülle die Felder aus:

Feld Hinweis
SMTP-Server (Host) Hostname des Mailservers, z. B. smtp.gmail.com
Port 587 für STARTTLS (Standard), 465 für SSL
SSL Nur aktivieren wenn dein Anbieter Port 465 erfordert
Benutzername / E-Mail Deine Mailadresse beim Anbieter
Passwort / App-Passwort Bei Gmail: App-Passwort erstellen (Google-Konto → Sicherheit → 2-FA → App-Passwörter)
Absender-Adresse Optional – falls Absender von Benutzername abweicht

Testmail: E-Mail-Adresse eingeben → „✉️ Testmail“ – eine Testmail mit dem konfigurierten Konto wird sofort gesendet.

Gmail: Host smtp.gmail.com, Port 587, SSL deaktiviert, App-Passwort statt Kontopasswort.
Outlook / Microsoft 365: Host smtp.office365.com, Port 587, SSL deaktiviert.
Strato / IONOS: Host aus den Maileinstellungen deines Anbieters, Port 587 oder 465.


Thunderbird statt SMTP (nur Rechnungen)

Toggle „Thunderbird für den Versand von Rechnungen nutzen“ – Alternative ohne SMTP-Zugangsdaten, hat Vorrang vor SMTP sobald aktiviert. Details: Dokumente per E-Mail senden → Thunderbird als Alternative


Mail-Vorlagen

Für jeden Dokumenttyp kannst du eine eigene Betreff- und Textvorlage hinterlegen. Wähle oben den Typ:

Tab Gilt für
Rechnung Ausgangsrechnungen und Gutschriften
Angebot Angebote
Proforma Proforma-Rechnungen
Auftrag Auftragsbestätigungen

Verfügbare Platzhalter:

Platzhalter Bedeutung
{rechnungsnummer} Dokumentnummer (z. B. RE-260042)
{datum} Datum des Dokuments (TT.MM.JJJJ)
{betrag} Bruttobetrag (z. B. 119,00 €)
{faellig_am} Fälligkeitsdatum (Rechnungen)
{gueltig_bis} Gültig bis (Angebote)
{kunde} Name des Empfängers
{firmenname} Dein Firmenname

Vorlage mit „Zurücksetzen“ auf den eingebauten Standard zurücksetzen.


Mail-Signatur

Die Signatur wird automatisch unter jeden versendeten Text gesetzt.

Markdown wird unterstützt – klick auf „Markdown-Hilfe“ für eine Übersicht der Syntax:

Syntax Ergebnis
**fett** fett
*kursiv* kursiv
`code` code
[Text](URL) Link
![alt](bild-url) Bild

HTML-Tags wie <pre> werden ebenfalls unterstützt.

Die Vorschau rechts neben dem Eingabefeld zeigt die Signatur sofort gerendert – genau so wie sie der Empfänger in der HTML-Mail sieht. Der Empfänger erhält zusätzlich einen plain-text-Fallback.


Versand aus einem Dokument

Ist SMTP aktiv, öffnet der „✉️ Mail senden“-Button in der Dokumentenansicht einen Compose-Dialog:

  • An: vorausgefüllt mit der E-Mail-Adresse des Kunden
  • Betreff / Text: aus der passenden Vorlage, Platzhalter bereits ersetzt
  • Anhang: PDF des Dokuments wird automatisch angehängt; bei Angeboten mit Dokumentenpaket werden alle Paket-Dateien mit angehängt

Ist SMTP nicht aktiv, öffnet der Button stattdessen das OS-Mailprogramm (mailto:) – dabei erscheint ein Hinweis-Toast mit direktem Link zur Einrichtung.

→ Mehr zum Versand-Workflow: Dokumente per E-Mail senden


Transferleistungen & Zufluss-Monitor

Sichtbar wenn du Grundsicherung (früher Bürgergeld) oder ALG II beziehst.

„Transferleistungen (ALG II / Grundsicherung)“ aktivieren → der Zufluss-Monitor erscheint im Dashboard und zeigt die §11b-Berechnung in Echtzeit.

Abrechnungszeitraum Beginn

Feld Hinweis
Abrechnungszeitraum Beginn Startmonat des 6-Monats-Zeitraums aus deinem Leistungsbescheid (z. B. „Januar“ für Jan–Jun, „Juli“ für Jul–Dez)

RechnungsFee berechnet daraus automatisch den aktuell laufenden Zeitraum – du musst das Feld nur einmal setzen. Der Zeitraum rollt jedes Halbjahr selbsttätig weiter.

Ist ein Zeitraum hinterlegt, erscheint im Zufluss-Monitor ein Toggle „Monat / Leistungszeitraum“:

  • Monat – §11b-Berechnung für den laufenden Kalendermonat
  • Leistungszeitraum – §11b-Berechnung für den gesamten 6-Monats-Abrechnungszeitraum

→ Mehr zur Berechnung: Auswertungen → Zufluss-Monitor