RechnungsFee

Rechnungen

RechnungsFee unterscheidet zwischen Ausgangsrechnungen (an Kunden) und Eingangsrechnungen (von Lieferanten).


Ausgangsrechnung erstellen

  1. Rechnungen → Ausgang → „+ Neu“
  2. Felder ausfüllen:
Feld Hinweis
Rechnungsnummer Wird automatisch vergeben (Nummernkreis RE-YY####)
Datum Rechnungsdatum – im Entwurf frei wählbar (auch Zukunftsdatum, z. B. Rechnung heute vorbereiten, Versand erst in einigen Tagen). Beim Finalisieren wird ein Datum in der Zukunft abgelehnt (§ 14 Abs. 4 UStG: das Ausstellungsdatum muss dem tatsächlichen Tag der Rechnungsstellung entsprechen).
Leistungszeitraum Optional: Von–Bis statt Einzeldatum (z. B. „Mai 2026“)
Fällig am Wird aus Datum + Zahlungsziel berechnet
Skonto % / Frist Optional – wird aus Kundenprofil vorgeschlagen
Kunde Aus Kundenliste wählen oder Name frei eintippen (→ Einmalkunden)
Positionen Beschreibung, Menge, Einheit, Einzelpreis, Rabatt %, USt-Satz
Rechnungsrabatt Optional – pauschaler Abschlag auf die Gesamtsumme, als % oder € (Festbetrag)
  1. „Entwurf speichern“ oder „Rechnung erstellen“

Brutto- oder Nettoeingabe

Der Umschalter oberhalb der Positionstabelle wechselt zwischen:

  • Brutto: Preis inkl. USt eingeben → Netto wird automatisch berechnet
  • Netto: Preis exkl. USt eingeben → Brutto wird automatisch berechnet

Artikel-Schnellauswahl

In der Beschreibungsspalte kann über die Suche ein Artikel ausgewählt werden – Preis und USt-Satz werden automatisch übernommen.

Wenn der ausgewählte Artikel einen Artikelcode (SKU / EAN) hinterlegt hat, erscheint dieser im Detail-Panel unter der Positionsbeschreibung. Auf dem PDF blendet RechnungsFee automatisch eine eigene „Art.-Nr.“-Spalte ganz links in der Positionstabelle ein – aber nur, wenn mindestens eine Position einen Artikelcode trägt. Positionen ohne Artikelcode zeigen in dieser Spalte eine leere Zelle.

Tipp: Den Artikelcode pflegst du unter Stammdaten → Artikel → Hersteller / Artikelcode (Feld nur beim Typ „Artikel“ sichtbar).

Menge anpassen

Neben dem Mengenfeld stehen zwei Schaltflächen und + bereit:

  • Ganze Einheiten (Stück, Pack, Stunden, Pauschal …): Schritt 1
  • Gewicht, Volumen, Länge (kg, g, l, ml, m, cm …): Schritt 0,001

Die Direkteingabe bleibt selbstverständlich möglich. Diese Buttons stehen in allen Dokumenttypen zur Verfügung: Rechnungen, Lieferscheine, Angebote, Aufträge, Proforma-Rechnungen und Wiederkehrende Vorlagen.

Mehrzeilige Positionsbeschreibung

Das Beschreibungsfeld wächst automatisch mit – du kannst mit Enter Zeilenumbrüche einfügen. Die Zeilenumbrüche erscheinen auch im PDF (beide Vorlagen, Lieferschein, Proforma, Angebot, Auftrag).

Typische Anwendungsfälle:

Webdesign-Paket
– Konzept und Wireframes
– Umsetzung (5 Seiten)
– 1 Revisionsrunde
Beratungsstunde, 17.06.2026
Thema: Steuerliche Einordnung Homeoffice-Pauschale

Tipp: Die erste Zeile eignet sich als kurzer Titel (z. B. Artikelname), die folgenden Zeilen für Details. Auf dem PDF erscheinen alle Zeilen in der Beschreibungsspalte untereinander.

Artikel mit Differenzbesteuerung (§25a UStG) sind im Dropdown mit einem orangenen §25a-Badge gekennzeichnet. Nach der Auswahl wird automatisch §25a in der USt-Spalte angezeigt statt eines Prozentsatzes.

→ Mehr zur §25a-Einrichtung: Stammdaten → Differenzbesteuerung §25a UStG


Reverse Charge – innergemeinschaftliche Dienstleistungen (§13b UStG)

Erbringst du eine Dienstleistung an einen Unternehmer in einem anderen EU-Land (z. B. Beratung, Webdesign, Software für einen Kunden in Polen), verlagert sich der Ort der Leistung nach §3a Abs. 2 UStG zum Kunden. Die Rechnung wird dann ohne deutsche USt gestellt – der Kunde schuldet die Steuer in seinem Land selbst (Reverse Charge).

Automatische Erkennung: Beim Anlegen einer Ausgangsrechnung schlägt RechnungsFee „Reverse Charge“ vor, wenn alle drei Bedingungen erfüllt sind:

  • Du hast eine USt-IdNr. hinterlegt (Stammdaten → Unternehmen → Steuer & Recht) und bist kein Kleinunternehmer
  • Der gewählte Kunde hat eine USt-IdNr. hinterlegt
  • Das Land des Kunden ist ein EU-Land außer Deutschland

Die Checkbox lässt sich jederzeit manuell an- oder abwählen – der automatische Vorschlag überschreibt eine bereits getroffene manuelle Wahl nicht mehr.

Was passiert bei aktiviertem Reverse Charge:

  • Alle Positionen werden mit 0 % USt berechnet (Rechnungsbetrag = Nettobetrag)
  • Auf dem PDF erscheint der Pflichthinweis „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers (§13b UStG)“ – an derselben Stelle wie der Kleinunternehmer- bzw. §25a-Hinweis, direkt unter der Summe
  • Beim Verbuchen der Zahlung (manuell oder per Bank-Import) wird der Umsatz automatisch korrekt in der Zusammenfassenden Meldung (Kennzeichen „D“) erfasst und bleibt in der EÜR ergebnisneutral

Nur Dienstleistungen: Dieser Mechanismus gilt ausschließlich für Dienstleistungen. Für Warenlieferungen an EU-Unternehmer gilt die innergemeinschaftliche Lieferung (§4 Nr. 1b UStG, siehe nächster Abschnitt) mit anderen Voraussetzungen.

Nicht für Drittländer: Schweiz und Vereinigtes Königreich sind keine EU-Mitglieder. Für Dienstleistungen an Unternehmer dort gilt die Drittland-Dienstleistung (§3a Abs. 2 UStG, siehe unten) mit eigener Erkennung.

Innergemeinschaftliche Lieferung (§4 Nr. 1b UStG)

Lieferst du Ware an einen Unternehmer in einem anderen EU-Land (z. B. Handelsware für einen Kunden in Frankreich), ist diese Lieferung nach §4 Nr. 1b i. V. m. §6a UStG steuerfrei – die Rechnung wird ohne USt gestellt.

Automatische Erkennung: Beim Anlegen einer Ausgangsrechnung schlägt RechnungsFee die Checkbox vor, wenn die gleichen drei Bedingungen wie bei Reverse Charge erfüllt sind (eigene USt-IdNr. + kein Kleinunternehmer, Kunde hat USt-IdNr., Kunde-Land ist EU außer Deutschland) und die Positionen anhand ihres Artikel-Typs als Ware erkannt werden. Genau wie bei Reverse Charge lässt sich die Checkbox jederzeit manuell an-/abwählen, ohne dass der automatische Vorschlag eine bereits getroffene Wahl überschreibt.

Die beiden Checkboxen (Reverse Charge / ig. Lieferung) schließen sich gegenseitig aus – aktivierst du die eine, wird die andere automatisch deaktiviert.

Was passiert bei aktivierter ig. Lieferung:

  • Alle Positionen werden mit 0 % USt berechnet (Rechnungsbetrag = Nettobetrag)
  • Auf dem PDF erscheint der Pflichthinweis „Steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung (§4 Nr. 1b i. V. m. §6a UStG)“
  • Beim Verbuchen der Zahlung wird die Kategorie „Innergemeinschaftliche Lieferungen“ gebucht (statt der generischen Betriebseinnahmen-Kategorie), damit der Umsatz korrekt in EÜR Zeile 16 (steuerfreie Betriebseinnahmen) und in der Zusammenfassenden Meldung (Kennzeichen „L“) landet

Mischrechnungen (Ware + Dienstleistung): RechnungsFee bildet die Steuerbehandlung pro Rechnung ab, nicht pro Position. Enthält eine Rechnung an denselben EU-Kunden sowohl Ware als auch Dienstleistungen, zeigt das Formular eine Warnung – bitte in diesem Fall zwei getrennte Rechnungen erstellen (eine mit ig. Lieferung, eine mit Reverse Charge).

Gelangensbestätigung: Voraussetzung für die Steuerbefreiung ist ein Nachweis, dass die Ware tatsächlich ins EU-Ausland transportiert wurde (z. B. Bestätigung des Abnehmers, Spediteurbescheinigung, Tracking-Nachweis, §17a UStDV). RechnungsFee fragt diesen Nachweis bewusst nicht als Checkbox im Formular ab: Bei Rechnungsstellung liegt er in der Praxis meist noch gar nicht vor, weil die Lieferung oft erst danach erfolgt – und die Rechnung ist zu dem Zeitpunkt häufig schon GoBD-unveränderlich, sodass eine nachträgliche Korrektur ohnehin nicht möglich wäre. Organisiere und archiviere die Gelangensbestätigung stattdessen außerhalb von RechnungsFee (z. B. als Anhang beim Kundenbeleg) und bewahre sie mit den übrigen Geschäftsunterlagen auf.

Drittland-Dienstleistung (§3a Abs. 2 UStG)

Erbringst du eine Dienstleistung an einen Unternehmer außerhalb der EU (z. B. Schweiz, Großbritannien, USA), verlagert sich der Ort der Leistung nach §3a Abs. 2 UStG ebenfalls zum Kunden – unabhängig davon, ob der Kunde in der EU oder im Drittland sitzt. Der Umsatz ist in Deutschland nicht steuerbar, die Rechnung wird ohne USt gestellt.

Unterschied zum EU-Reverse-Charge-Fall:

  • Keine Zusammenfassende Meldung – die ZM ist ausschließlich für EU-Umsätze vorgeschrieben (§18a UStG)
  • Keine USt-IdNr./VIES-Prüfung möglich – Drittländer sind nicht im VIES-System. Stattdessen genügt eine im Kundenstamm hinterlegte Steuer-/Unternehmens-ID (z. B. Schweizer UID CHE-xxx.xxx.xxx MWST, UK-VAT-Nr.) als Nachweis, dass der Kunde Unternehmer ist

Automatische Erkennung: Beim Anlegen einer Ausgangsrechnung schlägt RechnungsFee die Checkbox vor, wenn:

  • Du kein Kleinunternehmer bist
  • Der Kunde eine Steuer-/Unternehmens-ID (Ausland) hinterlegt hat
  • Das Land des Kunden weder Deutschland noch ein EU-Land ist
  • Die Positionen anhand ihres Artikel-Typs als Dienstleistung erkannt werden

Die Checkbox lässt sich jederzeit manuell an- oder abwählen. Sie schließt sich mit Reverse Charge, ig. Lieferung und Ausfuhrlieferung gegenseitig aus – aktivierst du eine der vier Checkboxen, werden die anderen drei automatisch deaktiviert.

Was passiert bei aktivierter Drittland-Dienstleistung:

  • Alle Positionen werden mit 0 % USt berechnet (Rechnungsbetrag = Nettobetrag)
  • Auf dem PDF erscheint der Hinweis „Nicht steuerbar in Deutschland – Leistungsort im Drittland (§3a Abs. 2 UStG)“
  • Beim Verbuchen der Zahlung wird die Kategorie „Nicht steuerbare Auslandsumsätze (Drittland)“ gebucht (Konto SKR03 8338 / SKR04 4338), damit der Umsatz korrekt in EÜR Zeile 16 landet und aus der UStVA/ZM heraussgehalten wird

Nur Dienstleistungen: Genau wie beim EU-Fall gilt dieser Mechanismus ausschließlich für Dienstleistungen. Für Warenlieferungen ins Drittland gilt stattdessen die Ausfuhrlieferung (§4 Nr. 1a i. V. m. §6 UStG, siehe nächster Abschnitt) mit eigener Erkennung.

Ausfuhrlieferung (§4 Nr. 1a i. V. m. §6 UStG)

Lieferst du Ware an einen Kunden außerhalb der EU (z. B. Handelsware für einen Kunden in der Schweiz), ist diese Lieferung nach §4 Nr. 1a i. V. m. §6 UStG steuerfrei – die Rechnung wird ohne USt gestellt.

Wichtiger Unterschied zur ig. Lieferung (EU) und zur Drittland-Dienstleistung: Der Kunde muss kein Unternehmer sein. Auch Privatkunden im Drittland können steuerfrei beliefert werden – Voraussetzung ist ein Ausfuhrnachweis (Zollanmeldung/Ausgangsvermerk), keine Steuer-/Unternehmens-ID.

Automatische Erkennung: Beim Anlegen einer Ausgangsrechnung schlägt RechnungsFee die Checkbox vor, wenn:

  • Du kein Kleinunternehmer bist
  • Das Land des Kunden weder Deutschland noch ein EU-Land ist
  • Die Positionen anhand ihres Artikel-Typs als Ware erkannt werden

Die Checkbox lässt sich jederzeit manuell an- oder abwählen. Sie schließt sich mit Reverse Charge, ig. Lieferung und Drittland-Dienstleistung gegenseitig aus.

Was passiert bei aktivierter Ausfuhrlieferung:

  • Alle Positionen werden mit 0 % USt berechnet (Rechnungsbetrag = Nettobetrag)
  • Auf dem PDF erscheint der Hinweis „Steuerfreie Ausfuhrlieferung (§4 Nr. 1a i. V. m. §6 UStG)“
  • Beim Verbuchen der Zahlung wird die Kategorie „Steuerfreie Ausfuhrlieferungen (Drittland)“ gebucht (Konto SKR03 8120 / SKR04 4120), damit der Umsatz korrekt in EÜR Zeile 16 landet

Nur Waren: Dieser Mechanismus gilt ausschließlich für Warenlieferungen. Für Dienstleistungen ins Drittland gilt die Drittland-Dienstleistung (§3a Abs. 2 UStG, siehe vorheriger Abschnitt).

Ausfuhrnachweis: RechnungsFee fragt den Ausfuhrnachweis bewusst nicht als Checkbox im Formular ab – aus demselben Grund wie bei der Gelangensbestätigung (liegt bei Rechnungsstellung typischerweise noch nicht vor, Rechnung ist danach oft schon GoBD-unveränderlich). Organisiere und archiviere den Nachweis außerhalb von RechnungsFee.

Bei einem Drittland-Kunden mit hinterlegter Steuer-/Unternehmens-ID können beide Checkboxen (Drittland-Dienstleistung und Ausfuhrlieferung) gleichzeitig zur Auswahl stehen – welche zutrifft, hängt davon ab, ob die Rechnung Ware oder eine Dienstleistung enthält.

Land-Auswahl bei Kunden, Lieferanten und Unternehmen

Das Land-Feld ist bei Kunden, Lieferanten und im eigenen Unternehmensprofil ein Dropdown mit allen EU-Ländern, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich (vorher Freitext). Auf Rechnungen und Lieferscheinen erscheint das Land in der Adresse weiterhin nur, wenn es nicht Deutschland ist – die Vorauswahl „Deutschland“ ändert am gewohnten Rechnungsbild für inländische Kunden nichts.

Wann die Checkboxen überhaupt sichtbar sind

Die Checkboxen für Reverse Charge, ig. Lieferung, Drittland-Dienstleistung und Ausfuhrlieferung werden nur eingeblendet, wenn Kunde und eigenes Unternehmen die jeweiligen Voraussetzungen erfüllen. Bei allen anderen Rechnungen bleiben sie ausgeblendet, damit das Formular für rein inländisches Geschäft aufgeräumt bleibt.


Einmalkunden (ohne Stammdaten)

Nicht jeder Kunde braucht einen eigenen Stammdatensatz. Für Gelegenheitsaufträge reicht ein Name – optional mit vollständiger Adresse für den PDF-Adressblock.

Wie der Einmalkunde-Modus funktioniert

Das Kundenfeld ist eine Autocomplete-Combobox: Beim Eintippen werden passende Kundenstammdaten vorgeschlagen. Wird kein Vorschlag ausgewählt, wechselt das Feld automatisch in den Freitext-Modus.

Zustand Erkennungsmerkmal Verhalten
Stammdatensatz gewählt Badge „✓ Stammdaten“ neben dem Namen Adresse und Skonto aus Kundenprofil
Einmalkunde (Freitext) Kein Badge, Adressfelder erscheinen Kein Kundenstamm – Adresse direkt eingeben

Wechsel: Einen ausgewählten Stammdatensatz kannst du durch erneutes Tippen im Feld wieder in den Freitext-Modus zurücksetzen – die Adressfelder erscheinen sofort darunter.

Adresse eingeben

Sobald du im Freitext-Modus einen Namen eingegeben hast, erscheinen darunter die Adressfelder:

Feld Hinweis
Straße Straßenname ohne Hausnummer
Hausnummer Hausnummer (Pflichtfeld wenn Straße befüllt)
PLZ Postleitzahl
Ort Ortsname
Land Dropdown mit Ländernamen (EU-Staaten, Schweiz, Vereinigtes Königreich, China) – Standard: Deutschland

Alle Adressfelder sind optional. Ohne Adresse erscheint auf dem PDF nur der Name – wie bisher.

Im PDF-Adressblock erscheinen dann:

Max Mustermann
Musterstraße 42
12345 Berlin

(Auslandszeile nur wenn Land ≠ DE)

Neuen Kunden anlegen

Wenn du den Gelegenheitskunden in Zukunft häufiger benötigst, klicke neben dem Kundenfeld auf „+“ → der Name wird ins Neuanlage-Formular übernommen. Nach dem Speichern ist der neue Stammdatensatz direkt im Kundenfeld ausgewählt.

Für alle Dokumenttypen

Einmalkunden funktionieren in Rechnungen, Angeboten, Aufträgen, Proforma-Rechnungen und Lieferscheinen gleich. Wird aus einem Dokument ein Folgedokument erstellt (z. B. Angebot → Rechnung), werden Name und Adresse automatisch übernommen.


Eingangsrechnung erfassen

  1. Rechnungen → Eingang → „+ Neu“ (manuell) oder „Importieren“ (aus PDF/XML)
  2. Lieferant wählen, Betrag und Positionen eingeben
  3. Optional: jeder Position direkt eine Kategorie zuweisen (Spalte „Konto“) – der USt-Satz wird dabei automatisch aus der Kategorie übernommen. Haben mehrere Positionen unterschiedliche Kategorien, schlägt RechnungsFee beim Bezahlen automatisch eine Splitbuchung vor, damit keine Kategorie verloren geht.
  4. Ist der Lieferant nicht im Stamm (Freitext-Modus), erscheint ein optionales Adressfeld inkl. Land-Auswahl – wichtig für die richtige Kategorie bei Auslandslieferanten
  5. Ohne Kategorie an den Positionen: Rechnungsdatum vor dem 01.10.2026 – wird spätestens beim Bezahlen zugewiesen. Ab dem 01.10.2026 bereits bei der Finalisierung Pflicht (Vorsteuerabzug nach Soll-Prinzip, siehe Auswertungen & Export)

Wareneinkäufe aus der EU

Für Warenlieferungen von Lieferanten aus anderen EU-Ländern kommt es auf die USt-IdNr des Verkäufers an:

Kategorie Wann? Vorsteuer
Wareneinkauf EU Verkäufer hat eine gültige USt-IdNr (innergemeinschaftlicher Erwerb, §1a UStG) 100 % abziehbar (Reverse Charge)
Wareneinkauf EU (ohne USt-IdNr) Verkäufer hat keine USt-IdNr (z. B. EU-Kleinunternehmer-Äquivalent, Privatperson) – Rechnung enthält ausländische USt nicht abziehbar

Sitzt der Lieferant in der EU und ist noch eine unspezifische Kategorie gewählt, zeigt RechnungsFee einen Hinweis. Ist im Lieferantenstamm keine USt-IdNr hinterlegt, weist der Hinweis direkt auf „Wareneinkauf EU (ohne USt-IdNr)“ hin statt auf die reguläre EU-Kategorie.

Drittland-Einkäufe (Alibaba, Amazon/Ebay, DHL-Zoll)

Für Wareneinkäufe aus Nicht-EU-Ländern (z. B. China) gibt es eigene Kategorien, je nachdem ob die Rechnung bereits USt ausweist:

Kategorie Wann? Vorsteuer
Wareneinkauf Drittland (USt bereits in Rechnung) Marktplatz-Bestellung (Amazon/Ebay), Rechnung zeigt schon 19 % USt (IOSS-Verfahren) 100 % abziehbar
Wareneinkauf Drittland (ohne USt) Direktimport (z. B. Alibaba), keine USt auf der Rechnung nicht abziehbar
Zoll / Einfuhrabgaben Zollanteil einer DHL-Nachforderung nicht abziehbar
Einfuhrumsatzsteuer (Zoll/DHL) EUSt-Anteil einer DHL-Nachforderung 100 % abziehbar, meldet automatisch KZ 62 in der UStVA

Zoll/DHL gehört auf eine eigene Rechnung. Der Zoll-Dienstleister (meist DHL) stellt die Einfuhrabgaben immer separat in Rechnung, nie zusammen mit der Warenrechnung des Verkäufers – daher als eigene Eingangsrechnung mit eigenem Lieferanten erfassen, nicht als zusätzliche Position auf der Warenrechnung.

Sitzt der Lieferant außerhalb der EU und ist noch eine der unspezifischen Wareneinkauf-Kategorien gewählt, zeigt RechnungsFee einen Hinweis auf die passendere Drittland-Kategorie. Werden „Zoll / Einfuhrabgaben“ bzw. „Einfuhrumsatzsteuer“ zusammen mit einer anderen Kategorie beim gleichen USt-Satz auf derselben Rechnung verwendet, warnt RechnungsFee zusätzlich – diese Kombination würde beim Bezahlen sonst in einer Buchung zusammengefasst.

Dienstleistungen aus dem Ausland einkaufen (Reverse Charge)

Kaufst du eine Dienstleistung von einem ausländischen Anbieter (z. B. Google Ads, AWS, Beratung, aber auch Software-Abos wie Anthropic/Claude oder OpenAI), verlagert sich die Steuerschuld nach §13b UStG zu dir: Die Rechnung kommt ohne USt, du schuldest sie selbst und ziehst sie gleichzeitig als Vorsteuer ab (Rechnungsbetrag = Nettobetrag, USt wird von RechnungsFee automatisch draufgerechnet).

Kategorie Wann?
EU-Dienstleistungen (§13b Abs. 1) Anbieter in einem anderen EU-Land ansässig
Drittland-Dienstleistungen (§13b Abs. 1) Anbieter außerhalb der EU ansässig (z. B. USA)
Bauleistungen / §13b Abs. 2 Bauleistungen, Gebäudereinigung, Sicherheitsdienste, Metalllieferungen – auch von inländischen Anbietern

Die drei Kategorien unterscheiden sich nur im hinterlegten DATEV-Sachkonto (für den Export) – die UStVA-Kennziffern (46/47 bzw. 84/85, Vorsteuer 67) und der Rechenweg sind identisch. Bei „EU-Dienstleistungen“ und „Drittland-Dienstleistungen“ entscheidet also nur der Sitz des Anbieters, welche der beiden Kategorien richtig ist.


Rechnung importieren (PDF / ZUGFeRD / XRechnung / Scan)

  1. „Importieren“ klicken → Datei wählen (PDF, XML oder Foto)
  2. RechnungsFee erkennt automatisch: Lieferant, Datum, Betrag, Positionen, USt
  3. Erkannte Felder werden vorausgefüllt (amber markiert = niedrige Konfidenz → prüfen)
  4. Originaldatei wird automatisch als Beleganhang gespeichert
  5. „Rechnung erstellen“ zum Speichern

Unterstützte Formate

Format Erkennung Hinweis
ZUGFeRD / Factur-X ✅ Vollautomatisch Strukturierte E-Rechnung im PDF eingebettet
XRechnung (UBL/CII) ✅ Vollautomatisch XML-Datei direkt importieren
PDF (maschinenlesbar) ✅ Automatisch Texterkennung aus PDF-Textlayer
PDF (gescannt) / Foto ✅ Mit Tesseract OCR Kassenbons, Handy-Fotos, eingescannte Rechnungen
POS-Kassenbon ✅ Automatisch Erkennt Kassenbon-Layout (Beleg-Nr., USt-Tabelle)

OCR für gescannte Belege und Kassenbons

Kassenbons, Handy-Fotos und eingescannte Rechnungen enthalten keinen digitalen Text – RechnungsFee nutzt dafür Tesseract OCR, um den Text zu erkennen.

Tesseract muss einmalig installiert sein (wird beim Erststart geprüft):

Betriebssystem Installation
🪟 Windows Automatisch durch den Installer
🐧 Linux (install.sh) Wird beim Installationsskript angeboten
🐧 Linux (manuell) sudo apt install tesseract-ocr tesseract-ocr-deu
🍎 macOS brew install tesseract tesseract-lang

Fehlt Tesseract, erscheint im Import-Dialog ein Hinweis mit dem passenden Installationsbefehl. Alle anderen Formate (ZUGFeRD, maschinenlesbare PDFs) funktionieren ohne Tesseract.

→ Tipps für bessere Scan-Ergebnisse: Belege scannen & OCR


Zahlung buchen

  1. Rechnung öffnen → „Zahlung buchen“
  2. Betrag, Datum, Zahlungsart (Bar / Karte / PayPal / Überweisung) wählen
  3. Bei Eingangsrechnungen: Kategorie auswählen (oder Splitbuchung auf mehrere Kategorien)
  4. „Bestätigen“

Die Rechnung wechselt den Status: offen → teilweise → bezahlt

Teilzahlungen

Mehrere Zahlungen auf eine Rechnung möglich. Der Restbetrag wird automatisch berechnet.

Zahlung korrigieren (Datum / Betrag)

Passiert bei der Zahlungsbuchung ein Tippfehler oder Zahlendreher (falsches Datum oder falscher Betrag), lässt sich das direkt korrigieren:

  1. Rechnung öffnen → im Abschnitt „Verknüpfte Journalbuchungen“ bei der betreffenden Zahlung auf das Stift-Symbol klicken
  2. Datum und/oder Betrag anpassen → „Speichern“

Anders als bei normalen Journalbuchungen (5-Minuten-Fenster) gibt es hier kein Korrekturfenster – Rechnungs-Zahlungen sind von der ersten Sekunde an unveränderlich (GoBD). Jede Korrektur läuft daher immer über eine automatische Storno- und Neubuchung im Journal, unabhängig davon wie kurz die Buchung zurückliegt. Beide Buchungen bleiben sichtbar – das ist gewollt und GoBD-konform (Nachvollziehbarkeit).

Einschränkungen:

  • Bereits stornierte oder korrigierte Zahlungen lassen sich kein zweites Mal korrigieren (dafür jeweils eine neue Zahlung buchen)
  • Der neue Betrag darf den Restbetrag der Rechnung nicht übersteigen
  • Zahlungen auf stornierten Rechnungen können nicht mehr korrigiert werden
  • Bei Split-Zahlungen muss jede Position einzeln korrigiert werden
  • §25a-Differenzbesteuerungs-Zahlungen können hier nicht korrigiert werden – bitte stornieren und neu buchen

Das Rechnungsdokument selbst (Positionen, Beträge, Rechnungsnummer) bleibt davon unberührt und unveränderlich – korrigiert wird ausschließlich die Zahlungsbuchung im Journal.

Anzeige von Korrektur-Ketten

Original-Buchung, Storno und ggf. neue korrigierte Buchung gehören zu einer Buchungsgruppe (→ Journal & Buchungen). Im Abschnitt „Verknüpfte Journalbuchungen“ wird eine solche Kette standardmäßig eingeklappt als eine Zeile mit dem aktuellen Stand angezeigt – mit einem Badge wie „korrigiert (3)“ oder „storniert (2)”. Per Klick auf den Pfeil lässt sich die Kette aufklappen und alle Einzelbuchungen ansehen. Einzelbuchungen ohne Korrektur werden unverändert wie bisher angezeigt.


Skonto

Wenn auf der Rechnung Skonto hinterlegt ist und das Zahlungsdatum innerhalb der Skonto-Frist liegt, erscheint im Zahlungs-Dialog eine grüne Hinweis-Box:

„2% Skonto verfügbar (bis 03.06.2026) – Netto: 98,00 € statt 100,00 €“

Buttons:

  • „Skonto anwenden“ → Betrag wird auf den reduzierten Wert gesetzt, Skonto als eigener Journaleintrag gebucht
  • „Ohne Skonto“ → Vollbetrag bleibt

Auf der Rechnung erscheint eine Skonto-Zeile: 2% Skonto bei Zahlung bis 03.06.2026: 98,00 €

Giro-Code mit Skonto: zwei QR-Codes nebeneinander – links Skonto-Betrag, rechts Vollbetrag.

Automatische Erkennung beim Bank-Import: Überweist der Kunde selbstständig genau den Skonto-Betrag (Rechnungsbetrag abzüglich des hinterlegten Skontos) innerhalb der Skonto-Frist, erkennt RechnungsFee das beim Bank-CSV-Import automatisch und bucht die Rechnung direkt als vollständig bezahlt – inklusive korrektem Skonto-Journaleintrag. Ein manueller Eingriff ist dafür nicht nötig. Zahlt der Kunde einen davon abweichenden (z. B. gerundeten) Betrag, bleibt es bei einer Teilzahlung – die Differenz lässt sich über Forderungsausfall ausbuchen. Siehe Bank-Import → Zahlungsabgleich.


Rabatt

RechnungsFee unterstützt Rabatte auf zwei Ebenen: pro Position und auf die gesamte Rechnung. Identisch verfügbar auch bei Angeboten, Aufträgen und Proforma-Rechnungen.

Positionsrabatt

In der Positionstabelle gibt es für jede Zeile ein Rabatt %-Feld (rechts neben dem Einzelpreis):

Spalte Bedeutung
Einzelpreis Normalpreis pro Stück (wie eingegeben)
Rabatt % Prozentualer Abschlag auf den Einzelpreis dieser Position
USt % Steuersatz – wird auf den rabattierten Preis angewendet

Der Rabatt wird erst auf die berechnete Summe sichtbar – so bleibt der ursprüngliche Preis nachvollziehbar:

Webdesign-Paket   1 Stück   800,00 €   →  800,00 €  (Gesamtpreis)
  10 % Rabatt                           −  80,00 €
                                        ─────────
                                           720,00 €  (in Summe)

Tipp: Das Feld leer lassen entspricht 0 % (kein Rabatt). Es reicht, nur die Positionen mit einem Rabatt auszufüllen.

Rechnungsrabatt

Mit dem Feld „Rechnungsrabatt“ (über dem Skonto-Feld) lässt sich ein pauschaler Abschlag auf die gesamte Rechnungssumme vergeben, z. B. für Mengen- oder Treuerabatte.

Über den Toggle rechts neben dem Label wählst du den Eingabemodus:

Modus Eingabe Beispiel
% Prozentualer Abschlag 5 → 5 % vom Gesamtbetrag
Fixer Bruttobetrag 50 → 50,00 € Abzug vom Gesamtbetrag

Hinweis: Der Festbetrag (€) ist immer ein Bruttobetrag – unabhängig davon, ob die Rechnung als Netto- (B2B/ZUGFeRD) oder Bruttorechnung (Privatkunden) ausgestellt wird. Der Gesamtbetrag sinkt um exakt den eingegebenen Wert.

Beispiel mit Prozent:

Position 1   500,00 €
Position 2   300,00 €
─────────────────────
Zwischensumme   800,00 €
5 % Rabatt     − 40,00 €
─────────────────────
Gesamtbetrag    760,00 €

Beispiel mit Festbetrag:

Position 1   500,00 €
Position 2   300,00 €
─────────────────────
Zwischensumme   800,00 €
Abzug          − 50,00 €
─────────────────────
Gesamtbetrag    750,00 €

Der Rechnungsrabatt wird nach dem Positionsrabatt angewendet – beide können kombiniert werden.

Darstellung auf dem PDF

Art.-Nr.-Spalte: Wenn mindestens eine Position einen Artikelcode hat, erscheint ganz links in der Positionstabelle eine eigene Spalte „Art.-Nr.“. Positionen ohne Artikelcode zeigen dort eine leere Zelle. Die Beschreibungsspalte verkleinert sich entsprechend.

Art.-Nr.   Beschreibung          Menge  Einzelpreis  USt   Netto
ART-0042   Webdesign-Paket         1     800,00 €   19 %  800,00 €
           Logo-Design             1     200,00 €   19 %  200,00 €

Positionsrabatt: Für jede rabattierte Position erscheint eine kleine Unterzeile:

Art.-Nr.   Beschreibung          Menge  Einzelpreis  USt   Netto
ART-0042   Webdesign-Paket         1    800,00 €    19 %  800,00 €
           10 % Rabatt                                    −80,00 €

Im Summenblock wird bei einem Rechnungsrabatt zusätzlich eine Zwischensumme ausgewiesen. Bei Prozentrabatt erscheint „Rabatt X %“, bei Festbetrag „Abzug”:

Zwischensumme    800,00 €
Abzug           − 50,00 €
Gesamtbetrag    750,00 €

Buchhaltung

  • Rabatte reduzieren den Nettobetrag und damit die USt-Bemessungsgrundlage – die USt wird immer auf den Preis nach Rabatt berechnet.
  • In der EÜR fließt der tatsächlich vereinnahmte Betrag ein (nach Skonto und Rabatt).

Einleitungstext

Ausgangsrechnungen, Angebote, Aufträge und Proforma-Rechnungen können einen Einleitungstext enthalten – einen freien Text, der vor der Positionstabelle erscheint. Typische Verwendung: Anrede, Bezug auf ein Angebot oder eine Leistungsbeschreibung.

Globaler Standard (für alle Rechnungen)

Einstellungen → Unternehmen → Tab „Rechnungen“ → „Einleitungstext auf Rechnungen“

Dieser Text wird auf jeder Ausgangsrechnung ausgegeben, sofern er nicht pro Rechnung überschrieben wird. Leer lassen, wenn kein Standardtext gewünscht ist.

Pro Rechnung überschreiben

Im Rechnungsformular gibt es das Feld „Einleitungstext“ (unter den Positionen, über den Notizen). Ein dort eingetragener Text ersetzt den globalen Standard für genau diese Rechnung.

Leer lassen = globaler Standard gilt. Ein leeres Feld überschreibt den Standard nicht – der globale Text bleibt aktiv.

Markdown-Formatierung

Der Einleitungstext unterstützt einfache Textformatierung:

Syntax Ergebnis
**Lieber Kunde** Fettschrift
*vielen Dank* Kursivschrift
Zeilenumbruch mit Enter Neuer Absatz im PDF

Beispiel:

**Liebe Frau Muster,**

vielen Dank für Ihr Vertrauen. Bezug nehmend auf unser Angebot vom 01.06.2026
stellen wir Ihnen folgende Leistungen in Rechnung:

Vorlage 1 (Grün)

In der grünen Vorlage (Vorlage 1) ersetzt der Einleitungstext den Standardsatz „Vielen Dank für Dein Vertrauen…“. Die persönliche Anrede (z. B. „Hallo Max,”) bleibt immer erhalten.


PDF erstellen & versenden

In der Rechnungsdetailansicht unterscheidet RechnungsFee zwischen Entwurf und finalisierten Rechnungen:

Entwurf

Aktion Beschreibung
Vorschau Generiert ein PDF zur Ansicht – kein Original wird gespeichert, kein ausgegeben-Flag gesetzt

Finalisierte Rechnung

Aktion Beschreibung
👁 Ansehen Öffnet das aktuelle PDF in einem separaten Fenster – ohne Druckdialog, ohne Statusänderung. Setzt weder ausgegeben noch speichert es ein Original. Nützlich um schnell nachzuschauen wie das Dokument aussieht.
Drucken Öffnet das PDF zum Drucken. Beim ersten Klick wird das Original-PDF gespeichert und der Button wechselt auf „Kopie drucken“
Kopie drucken Lädt das gespeicherte Original und legt ein rotes KOPIE-Wasserzeichen diagonal darüber – Inhalt identisch zum Original
✉️ Mail senden Öffnet den Compose-Dialog (SMTP) mit vorausgefülltem Empfänger, Betreff, Text und PDF-Anhang. Beim ersten Versand wird das Original gespeichert; danach wird die Kopie gesendet (Buttontext: „Kopie senden“)
ZUGFeRD Strukturierte E-Rechnung (nur bei aktiviertem ZUGFeRD-Kunden)

Warum Original speichern? Der Inhalt einer Rechnung kann sich nach der Finalisierung nicht mehr ändern – aber Stammdaten wie Firmenname oder Bankverbindung können es. Das gespeicherte Original friert den Zustand beim ersten Ausdruck ein, sodass alle Kopien immer identisch zum tatsächlich versendeten Dokument sind.

Versand-Nachweis

Nach dem ersten Drucken oder Mailen zeigt das Detail-Panel unter „Original versandt“ Datum und Uhrzeit des Versands – z. B. 16.06.2026 10:30. Das ist praktisch als schneller Nachweis wenn ein Kunde behauptet, das Dokument nicht erhalten zu haben, ohne dafür im Mailprogramm suchen zu müssen.

Hinweis: Ob die Mail tatsächlich im „Gesendet“-Ordner des Mailprogramms landet, hängt vom Anbieter ab. Gmail und Outlook speichern gesendete Mails automatisch; bei anderen Anbietern oder eigenen Servern ist das nicht garantiert. Der Zeitstempel in RechnungsFee ist der zuverlässige Nachweis.

→ SMTP einrichten und Vorlagen konfigurieren: Dokumente per E-Mail senden


Storno

  1. Rechnung öffnen → „Stornieren“
  2. Begründung auswählen:
Schnellauswahl Beschreibung
Doppelt ausgestellt Rechnung wurde versehentlich zweimal erstellt
Falsche Adresse Empfänger oder Rechnungsadresse war falsch
Kundenwiderspruch Kunde hat die Rechnung reklamiert oder storniert
Sonstiges… Freitexteingabe
  1. „Stornieren“ – der Button ist erst aktiv wenn eine Begründung gewählt wurde.

Was passiert im Hintergrund:

  • Die Rechnung wird als Storniert markiert und ist nicht mehr bearbeitbar
  • Hat die Rechnung bereits gebuchte Zahlungen, werden automatisch GoBD-konforme Gegenbuchungen im Journal erstellt
  • Eine eigene Stornorechnung-Nummer wird aus dem Nummernkreis STORNO-JJNNNN vergeben (z. B. STORNO-260001)
  • Im Detail-Panel erscheinen Storniert am, Stornorechnung-Nr. und die Stornobegründung; „Fällig am“ wird ausgeblendet

Hinweis: Ein Storno ist irreversibel. Die ursprüngliche Rechnung bleibt im System erhalten (GoBD-Anforderung).

Stornorechnung-PDF

Nach dem Storno stehen im Detail-Panel drei Aktionen zur Verfügung:

Aktion Beschreibung
👁 Ansehen Zeigt die Original-Rechnung (vor dem Storno) – zur Dokumentation und als Vergleich
🖨️ Stornorechnung drucken Generiert die Stornorechnung als druckfertiges PDF
✉️ Stornorechnung senden Sendet die Stornorechnung per E-Mail an den Kunden

Das Stornorechnung-PDF enthält:

  • Titel „Stornorechnung STORNO-260001“ – eigene Stornorechnung-Nummer
  • Kopfzeile mit Stornodatum und (gedimmt) Originaldatum
  • Bezugszeile: „Stornierung zu Rechnung RE-260042 vom …“ mit Originalrechnung-Nr.
  • Stornobegründung
  • Alle Positionen mit negativen Mengen und negativen Beträgen
  • Kein Zahlungsblock, keine Unterschrift (da die Stornorechnung keine Zahlungsaufforderung ist)

Nummernkreis anpassen

Das Format der Stornorechnung-Nummern lässt sich unter Einstellungen → Nummernkreise → Stornorechnungen anpassen. Standardformat: STORNO-JJNNNNSTORNO-260001.

→ Formatoptionen für alle Nummernkreise: Stammdaten → Nummernkreise

Ersatzrechnung erstellen

Bei einer stornierten Ausgangsrechnung erscheint im Detail-Panel der Button „→ Ersatzrechnung erstellen“.

  • Legt eine neue Rechnung als Entwurf an – Kunde, Positionen (inkl. Rabatt, Skonto, §25a-Angaben, Einleitungstext) werden 1:1 übernommen
  • Eigene, frische Rechnungsnummer aus dem normalen Nummernkreis – Zahlungsstatus und Journal-Bezug werden nicht übernommen, die Ersatzrechnung ist eigenständig unbezahlt
  • Original und Ersatzrechnung werden beidseitig verknüpft: die stornierte Rechnung zeigt einen Link zur Ersatzrechnung, die Ersatzrechnung zeigt „Ersatz für RE-xxx“ zurück zur stornierten Rechnung
  • Der Entwurf lässt sich vor dem Finalisieren noch anpassen (z. B. falls sich Positionen geändert haben)

Kette im Blick behalten: In der Rechnungsliste erscheint bei allen Rechnungen einer Ersatzrechnungs-Kette das Badge „🔗 Kette anzeigen“ – ein Klick filtert die Liste auf genau die zusammengehörigen Dokumente (Original, ggf. mehrere aufeinanderfolgende Ersatzrechnungen), unabhängig vom Zahlungsstatus. Das funktioniert auch, wenn die Original-Rechnung nie bezahlt wurde.

Wurde bereits eine Zahlung gebucht (auf Original und/oder Ersatzrechnung), erscheinen die zugehörigen Journalbuchungen zusätzlich dokumentübergreifend in der Buchungsgruppen-Anzeige – Original-Zahlung, Storno-Gegenbuchung und Ersatzrechnungs-Zahlung werden dort gemeinsam als eine Kette dargestellt.


Gutschriften

Eine Gutschrift korrigiert oder erstattet eine bereits ausgestellte Ausgangsrechnung – vollständig oder teilweise.

Gutschrift erstellen

  1. Finalisierte Ausgangsrechnung öffnen
  2. „Gutschrift erstellen“ klicken
  3. RechnungsFee legt automatisch an:
    • Eigene Gutschrift-Nummer (GS-YY####)
    • Alle Positionen der Originalrechnung mit negativen Mengen (spiegelt die Rechnung)
    • Status: Entwurf – noch bearbeitbar
  4. Im Entwurf kannst du Positionen anpassen (z. B. nur einzelne Positionen gutschreiben)
  5. „Finalisieren“ → Gutschrift ist unveränderlich und kann erstattet werden

Betragslimit: Die Summe aller Gutschriften zu einer Rechnung darf den Original-Bruttobetrag nicht überschreiten. RechnungsFee prüft das beim Speichern und Finalisieren.

Rückerstattung buchen

Nach dem Finalisieren:

  1. Gutschrift öffnen → „Rückerstattung buchen“
  2. Betrag, Datum, Zahlungsart wählen
  3. „Bestätigen“

Die Gutschrift wechselt auf bezahlt. Erst jetzt gilt sie als vollständig abgeschlossen.

Buchung im Journal: Die Rückerstattung erscheint als Einnahme mit negativem Betrag (= Erlösminderung in der EÜR). Dies ist die korrekte Darstellung: die ursprüngliche Einnahme wird gemindert.

PDF der Gutschrift

Das PDF-Deckblatt zeigt „Gutschrift“ statt „Rechnung“ und enthält einen Hinweis auf die Originalrechnung:

„Gutschrift zu Rechnung RE-260042“

Vor der Rückerstattung lässt sich die Gutschrift bereits drucken oder per Mail versenden – das Original wird dabei noch nicht archiviert und kein ausgegeben-Flag gesetzt. Erst beim ersten Druck oder Mailversand nach der Buchung der Rückerstattung wird das Original gespeichert (danach erscheinen Kopien mit KOPIE-Wasserzeichen).

Teilgutschrift

Statt alle Positionen zu übernehmen, kannst du im Entwurf einzelne Positionen löschen oder Mengen anpassen. Beispiel: Rechnung über 3 Positionen → Gutschrift nur für Position 2.

Das Betragslimit gilt auch für Teilgutschriften: mehrere Teilgutschriften zur selben Rechnung dürfen in Summe den Originalbrutto nicht überschreiten.

Gutschrift stornieren

Wenn eine Gutschrift fehlerhaft ist, kann sie (solange finalisiert und noch nicht erstattet) storniert werden:

  1. Gutschrift öffnen → „Stornieren“
  2. Begründung angeben
  3. War die Gutschrift bereits erstattet, werden GoBD-konforme Gegenbuchungen im Journal angelegt (die Erlösminderung wird rückgängig gemacht)

Nach dem Storno kann eine neue Gutschrift zur gleichen Rechnung erstellt werden.


Lieferscheine

Lieferscheine dokumentieren die Übergabe von Waren oder die Erbringung einer Leistung – ohne Preisausweis. Sie werden anschließend mit einer Rechnung verknüpft.

Voraussetzung: Lieferscheine müssen unter Einstellungen → Unternehmen → „Lieferscheine aktivieren“ eingeschaltet werden. Danach erscheint „Lieferscheine“ als eigener Menüpunkt in der Sidebar.

Lieferschein erstellen

  1. Lieferscheine → „+ Neuer Lieferschein“
  2. Felder ausfüllen:
Feld Hinweis
Lieferscheinnummer Wird automatisch vergeben (LS-YY####)
Datum Lieferdatum
Kunde Aus Kundenliste wählen
Lieferadresse Aus den beim Kunden hinterlegten Lieferadressen wählen
Positionen Beschreibung, Menge, Einheit – kein Preis
Notizen Optional
  1. „Entwurf speichern“ oder „Lieferschein erstellen“

Das PDF enthält Positionen mit Menge und Einheit, die gewählte Lieferadresse sowie Felder für Empfangsbestätigung (Datum/Ort + Unterschrift Warenempfänger). Preise und Summen werden nicht ausgedruckt.

Status

Status Bedeutung
Nicht abgerechnet Noch keine Rechnung erstellt
Rechnungsentwurf Rechnung angelegt, noch Entwurf
Abgerechnet Verknüpfte Rechnung ist finalisiert

Rechnung aus einem Lieferschein erstellen

  1. Lieferschein im Detail-Panel öffnen
  2. „→ Rechnung erstellen“ klicken
  3. RechnungsFee legt eine Ausgangsrechnung (Entwurf) mit allen Positionen des Lieferscheins an – Preise müssen im Entwurf noch ergänzt werden
  4. Der Lieferschein wechselt auf Status „Rechnungsentwurf“

Im Detail des Lieferscheins erscheint danach ein Button mit der Rechnungsnummer (z. B. → RE-260042). Klick öffnet die verknüpfte Rechnung direkt.

Lieferschein aus einer Rechnung erstellen (Vorkasse-Workflow)

Beim Vorkasse-Workflow wird die Rechnung zuerst ausgestellt – der Lieferschein folgt erst nach Zahlungseingang:

  1. Ausgangsrechnung erstellen und an den Kunden senden
  2. Zahlung buchen
  3. Ware liefern → Rechnung im Detail-Panel öffnen
  4. „→ Lieferschein erstellen“ klicken

RechnungsFee legt automatisch einen Lieferschein an:

  • Alle Positionen werden übernommen (Menge, Einheit, Beschreibung)
  • Preise erscheinen nicht auf dem Lieferschein-PDF
  • Der Lieferschein ist direkt finalisiert (kein Entwurf)

Im Rechnungs-Detail erscheint danach ein Button mit der Lieferscheinnummer (z. B. → LS-260012). Klick öffnet die Lieferscheinübersicht mit dem zugehörigen Lieferschein.

Hinweis: Zu einer Rechnung kann nur ein Lieferschein auf diesem Weg erstellt werden. Der Button ist ausgegraut, sobald bereits ein Lieferschein existiert.

Sammelrechnung aus mehreren Lieferscheinen

Mehrere Lieferscheine desselben Kunden lassen sich zu einer einzigen Rechnung zusammenfassen:

  1. Lieferscheine in der Sidebar öffnen
  2. Gewünschte Lieferscheine per Checkbox markieren (nur nicht-abgerechnete sind wählbar)
  3. „Sammelrechnung erstellen →“ klicken
  4. Leistungszeitraum prüfen – wird aus frühestem und spätestem Lieferschein-Datum vorbelegt
  5. Rechnungsdatum bestätigen → „Sammelrechnung erstellen“

Alle markierten Lieferscheine müssen zum gleichen Kunden gehören. Bereits abgerechnete Lieferscheine sind nicht wählbar.


Beleganhang

An Eingangsrechnungen kann ein Beleg (PDF, JPG, PNG) angehängt werden:

  • Drag & Drop auf die Rechnung oder „Beleg hochladen“
  • „Beleg öffnen“ → Inline-Viewer
  • SHA256-Hash wird gespeichert (GoBD-Anforderung)

PDF/A-Archivierung

Sobald du einen Beleg anhängst, erstellt RechnungsFee automatisch eine PDF/A-3-Version – ein genormtes Langzeitarchiv-Format, das garantiert, dass die Datei auch in 10 Jahren noch geöffnet werden kann.

Wenn die Archivdatei bereit ist, erscheint unter dem Dateinamen der Link „✓ PDF/A-3 (GoBD-Archiv)“. Ein Klick öffnet diese Version.

Dateityp PDF/A wann verfügbar
ZUGFeRD / XRechnung sofort (sind bereits PDF/A-3)
Normales PDF, Scan, Foto kurz nach dem Upload, im Hintergrund

Die Originalversion bleibt immer erhalten und ist weiterhin über den Dateinamen erreichbar.


Tastaturkürzel

Kürzel Aktion
Strg + F Suchfeld auf der aktuellen Seite fokussieren (Rechnungen, Angebote, Kunden usw.)
Strg + Shift + E Direkt zu Eingangsrechnungen springen

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