RechnungsFee

Datenübernahme

Mit der Datenübernahme können Kunden, Lieferanten und Artikel aus anderen Programmen per CSV-Datei importiert werden – einmalig bei der Ersteinrichtung oder dauerhaft über den Import-Button in den Listen.


Aktivieren

Einstellungen → Unternehmen → Tab „Funktionen“ → Schalter „Datenübernahme aktivieren“

Nach dem Speichern erscheint „Datenübernahme“ in der linken Navigation. Der Eintrag kann nach abgeschlossener Übernahme wieder deaktiviert werden – die importierten Daten bleiben erhalten.


Zwei Wege zum Import

Weg Wann sinnvoll
Datenübernahme-Seite (Navigation) Einmaliger Großimport beim Wechsel aus einem anderen Programm
Import-Button in den Listen Laufender Import einzelner Kunden-, Lieferanten- oder Artikellisten

Beide Wege nutzen denselben 5-Schritt-Ablauf.


Ablauf (5 Schritte)

Schritt 1 – Datei wählen

  • CSV-Datei per Drag & Drop ablegen oder über „Datei wählen“ auswählen
  • Toggle „Erste Zeile ist Kopfzeile“ – Standard aktiv; bei Dateien ohne Header deaktivieren (Spalten heißen dann Spalte 1, Spalte 2 …)
  • Muster-CSV herunterladen – Orientierungshilfe mit allen unterstützten Feldern und zwei Beispielzeilen
  • Gespeichertes Mapping laden – wenn ein passendes Mapping aus einem früheren Import vorhanden ist

Unterstützte Formate: UTF-8 und Windows-1252 (automatisch erkannt), Trennzeichen Semikolon, Komma oder Tab (automatisch erkannt).


Schritt 2 – Feldzuordnung

Für jede Spalte der CSV-Datei kann ein Zielfeld ausgewählt werden:

Spalte Zielfeld
(Spaltenname aus Header) Dropdown mit allen verfügbaren Feldern
— „— ignorieren —“ wenn die Spalte nicht übernommen werden soll

Eine Vorschau der ersten drei Zeilen wird unterhalb der Zuordnungstabelle angezeigt.

Mapping speichern

„Mapping speichern“ → Namen vergeben → steht beim nächsten Import als Vorlage bereit. Gespeicherte Mappings können über das Papierkorb-Symbol wieder gelöscht werden.

Felder je Typ

Kunden

Feld Pflicht
firmenname oder nachname mind. eines
vorname nein
strasse, hausnummer, plz, ort nein
land nein (Standard: DE)
email, telefon nein
ust_idnr nein
kundennummer nein (wird automatisch vergeben)
z_hd nein
notizen nein
skonto_prozent, skonto_tage nein

Lieferanten

Gleiche Felder wie Kunden, statt kundennummer → lieferantennummer.

Artikel

Feld Pflicht
bezeichnung ja
typ nein (Standard: dienstleistung) – Werte: artikel, dienstleistung, fremdleistung
einheit nein
steuersatz_prozent nein
vk_brutto nein
ek_netto nein
artikelnummer nein (wird automatisch vergeben)
hersteller, artikelcode nein
beschreibung nein
gruppe nein – Warengruppe/Servicegruppe; wird automatisch angelegt, wenn sie noch nicht existiert

Schritt 3 – Vorschau

Alle Zeilen der CSV werden mit einem Status-Badge angezeigt:

Badge Bedeutung
🟢 Neu Datensatz wird neu angelegt
🟡 Duplikat Datensatz existiert bereits – Strategie wählen
🔴 Fehler Pflichtfeld fehlt oder ungültiger Wert

Bei sehr großen Dateien (mehrere Tausend Zeilen) zeigt die Vorschau nur die ersten 500 Zeilen an – importiert werden trotzdem alle, mit ihrer jeweiligen Standard-Aktion. Das schützt vor spürbaren Verzögerungen auf schwächerer Hardware.

Bei Duplikaten kann pro Zeile gewählt werden:

  • Ignorieren – bestehender Datensatz bleibt unverändert
  • Überschreiben – bestehende Felder werden mit den CSV-Werten aktualisiert

Duplikat-Erkennung

Typ Erkennungslogik
Kunden kundennummer (wenn angegeben) oder firmenname + nachname (Groß-/Kleinschreibung ignoriert)
Lieferanten lieferantennummer (wenn angegeben) oder firmenname
Artikel artikelnummer (wenn angegeben) oder bezeichnung

Schritt 4 – Import

Klick auf „Importieren“ führt den Import durch.


Schritt 5 – Ergebnis

Zähler Bedeutung
Importiert Neu angelegte Datensätze
Aktualisiert Überschriebene Duplikate
Ignoriert Übersprungene Duplikate
Fehler Zeilen die nicht importiert werden konnten (mit Zeilennummer und Grund)

Gemischte Datei (Kunden + Lieferanten)

Auf dem Tab „Gemischt“ der Datenübernahme-Seite können Kunden und Lieferanten aus einer einzigen CSV-Datei importiert werden.

Voraussetzung: Die CSV enthält eine Spalte mit Kundennummern im Format 10xxx (Kunden) und 70xxx (Lieferanten).

Toggle „Typ per Nummer erkennen“ aktivieren → dem Nummernfeld die richtige Spalte zuweisen → RechnungsFee trennt automatisch nach Typ.


Gespeicherte Mappings verwalten

Die Übersicht der gespeicherten Mappings ist auf der Datenübernahme-Seite am unteren Ende jedes Tabs sichtbar. Mappings werden pro Typ (Kunden / Lieferanten / Artikel / Gemischt) getrennt gespeichert.

Aktion Beschreibung
Laden Mapping per Klick in Schritt 1 vorbelegen
Löschen 🗑-Symbol – entfernt das Mapping, Daten bleiben unberührt

Hinweis: Die Datenübernahme legt Nummernkreise (Kundennummer, Lieferantennummer, Artikelnummer) automatisch korrekt fort – auch wenn importierte Nummern höher sind als der aktuelle Zähler.


Rechnungen & Belege aus dem Altsystem

Ab v0.7.4 lässt sich neben den Stammdaten auch die Rechnungs- und Beleghistorie übernehmen – getestet mit den Papierkram-Exporten (Einstellungen → Export): rechnungen.csv für Ausgangsrechnungen und belege.csv für Eingangsrechnungen/Belege.

Datenübernahme → Tab „Rechnungen & Belege“

  1. CSV-Typ wählen: Ausgangsrechnungen oder Eingangsrechnungen & Belege. Über „Muster-CSV herunterladen“ siehst du das erwartete Format.
  2. Datei wählen → „Vorschau laden“. Die Vorschau prüft jede Zeile (Nummer, Datum, Partner, Brutto) und zeigt Fehler und Hinweise, ohne etwas zu speichern.
  3. Bei Belegen: Kategorien ausdrücklich zuordnen. Jede Kategorie aus der CSV braucht eine RechnungsFee-Kategorie – sie steuert Konten und Vorsteuer, deshalb wird nichts automatisch geraten. Danach „Vorschau mit Zuordnung aktualisieren“.
  4. Importieren → Import-Ergebnis mit Status je Zeile.

Was übernommen wird

  • Original-Rechnungsnummern, Rechnungs- und Fälligkeitsdaten
  • Zahlungen mit ihrem ursprünglichen Zahlungsdatum – gebucht wie bei manueller Erfassung (Journal, Signatur, Zuflussprinzip)
  • Kunden/Lieferanten werden über die Stammdaten zugeordnet (vorher die Stammdaten importieren); unbekannte Partner werden als Freitext übernommen
  • Offene Rechnungen erscheinen in offenen Posten und im Kontokorrent

Was bewusst abgewiesen wird

Fall Grund
Gemischte oder ungewöhnliche Steuersätze (nur 0, 7 und 19 % werden akzeptiert) Die CSV enthält nur Summen je Rechnung – die Aufteilung auf die Sätze ist nicht rekonstruierbar, die UStVA wäre falsch
Belege aus dem EU-Ausland/Drittland Reverse Charge (§13b) lässt sich aus der CSV nicht sicher ableiten
Teilzahlungen Die CSV enthält nur das letzte Zahlungsdatum – frühere Raten würden falsch datiert
Bereits vorhandene Nummern, Zukunftsdaten, inkonsistente Beträge Schutz vor Doppelten und Fehlbuchungen

Diese Rechnungen bitte manuell erfassen – Ausgangsrechnungen als extern erstellte Rechnung.

Importierte Rechnungen

Importierte Ausgangsrechnungen sind als „importiert“ gekennzeichnet: Das Original wurde im Altsystem ausgestellt. Deshalb erzeugt RechnungsFee daraus keine neuen PDFs, keine E-Mails und keine Mahnungen – sonst entstünde eine zweite Rechnung über dieselbe Leistung. Das Original-PDF aus dem Altsystem kannst du im Detailbereich der Rechnung unter Beleg anhängen.

Extern erstellte Rechnungen manuell erfassen

Für Ausgangsrechnungen, die du außerhalb von RechnungsFee geschrieben und verschickt hast und die der CSV-Import nicht abbildet (z. B. Teilzahlungen, Rechnungsberichtigungen nach §31 Abs. 5 UStDV, oder du hast gar keine CSV):

  1. Rechnungen → Neue Ausgangsrechnung
  2. Originalnummer ins Feld Rechnungsnummer eintragen, Originaldatum als Rechnungsdatum, Positionen mit den Originalbeträgen
  3. Haken bei „Extern erstellte Rechnung (Altbestand)“ setzen – die Option erscheint nur bei aktiver Datenübernahme und nur beim Neuanlegen
  4. Speichern, dann Zahlungen (auch Teilzahlungen) mit ihrem tatsächlichen Datum erfassen
  5. Original (und ggf. Berichtigung, am besten zusammen in einer PDF) unter Beleg anhängen

Haken vergessen? Solange RechnungsFee die Rechnung noch nicht gedruckt oder versendet hat (Ansehen zählt nicht), findest du im Detailbereich der Rechnung den Link „Als extern erstellte Rechnung kennzeichnen (Altbestand)“ – und umgekehrt „Kennzeichnung entfernen”. Nach dem ersten Druck oder Versand, nach einem Storno und bei per CSV importierten Rechnungen lässt sich die Kennzeichnung nicht mehr ändern.

Die Sperre (kein eigenes PDF, kein Versand, keine Mahnung) hängt allein an der Kennzeichnung, nicht am angehängten Beleg. Zahlungen, Umsatzsteuer (bei Ist-Versteuerung anteilig je Zahlung im Zahlungsmonat), offene Posten und Kontokorrent laufen ganz normal.

Tipp: Erst die Stammdaten (Kunden, Lieferanten) importieren, dann Rechnungen und Belege – dann werden Partner zugeordnet statt als Freitext übernommen.